Umweltfreundliche Kühlanlage und neue PV-Fassade

fischer investiert weiter in nachhaltiges Energiekonzept

3/20/2025
Waldachtal

In Denzlingen ergänzen eine moderne Kühlanlage und eine neue Photovoltaik-Fassade das nachhaltige Energiekonzept der Unternehmensgruppe fischer.

An 14 Spritzgussmaschinen mit Schließkräften bis 4.000 Kilonewton werden in Denzlingen unter anderem Kartuschen produziert. Diese werden für den Hochleistungs-Ein- und Mehrkomponentenmörtel der Unternehmensgruppe fischer benötigt. Die Kühlung der Anlagen braucht Energie. Für deren effiziente Nutzung entstanden moderne und nachhaltige Kühlanlagen, die Kälte und Wärme genau dorthin bringen, wo sie gebraucht werden. 

„Dafür haben wir Blockheizkraftwerke im Einsatz, die pro Jahr etwa 600.000 kWh Strom erzeugen. Mit der hier anfallenden Abwärme wird vor allem eine Absorptionskältemaschine (AKM) mit etwa 85°C warmem Wasser versorgt. Diese Maschine wird zuvorderst zur Prozesskältebereitstellung genutzt“, erklärt Frank Pabst aus der Chemie Prozessplanung bei fischer, der die neue Anlage gemeinsam mit Peter Eberhardt konzeptioniert und aufgebaut hat. Die Abwärme aus der Maschinenkühlung wird anschließend als kostenlose Heizwärme in verschiedenen Unternehmensbereichen genutzt.

Umweltfreundlicher Betrieb mit weniger CO2

Einer der größten Vorteile dieser neuen Absorptionskältemaschine liegt im geringen Stromverbrauch. „Absorptionskältemaschinen kommen mit Wärme auf vergleichsweise geringen Temperaturniveaus aus und verursachen so weniger CO2-Emissionen. Die Kälte wird zu 90 Prozent in unserer Produktion genutzt. In Kombination mit den Blockheizkraftwerken verlängern sie die Laufzeit, sorgen für eine höhere Stromausbeute und damit ebenfalls für geringere CO2-Emissionen“, sagt Frank Pabst. Auch Wartungs- und Instandhaltungskosten seien bei der Absorptionskältemaschine vergleichsweise gering. 

Darüber hinaus ist das eingesetzte Kältemittel, nämlich Wasser, ein natürliches. Es weist im Vergleich zu anderen Kühlmitteln kein Treibhauspotenzial auf. „Unsere angewandte Technik gilt deshalb als besonders umweltfreundlich“, ergänzt Peter Eberhardt als Abteilungsleiter der Gebäudeinstandhaltung bei der Unternehmensgruppe und sagt weiter: „Unsere neue Kühlanlagentechnik ist nicht nur ressourcenschonend und damit umweltfreundlich. Für die Versorgung unserer Gebäude und Anlagen in Denzlingen bringt sie auch eine hohe Versorgungssicherheit bei einem möglichst niedrigen Energieeinsatz. Sie arbeitet effizient und ist deshalb zukunftssicher.“

Sozialräume erzeugen Strom

Fertiggestellt wurde in Denzlingen auch die Erweiterung der Sozialräume, in denen sich fischer Mitarbeiter umziehen und duschen. Die Fassade der neuen Sozialräume erzeugt dank der angebrachten Solarmodule Strom mit einer Leistung von rund 10 Kilowatt-Peak. Dieser wird zu 100 Prozent von fischer selbst genutzt und trägt damit zur Erhöhung der Energieautarkie bei. 

Insgesamt investierte die Unternehmensgruppe fischer in Denzlingen in den vergangenen beiden Jahren nachhaltig in die Gebäudetechnik. Damit wurde die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens auch hier weiter gestärkt.


Katharina Hollaus
Pressereferentin Interne Kommunikation,
Nachhaltigkeit
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